Anlage lowEnergy

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Montage des Monoblocks mittels selbstgeschweißtem Gestell

Japanische High-Tech-Maschine & Wärmenetz

Warum eigentlich bivalent ...

Wegen dem am Grundstück gekoppelten Anschluss- und Abnahmezwang ist es nicht möglich, dass die seit Errichtung des Hauses aus dem Netz bezogene Wärmeabnahme zur Zentralbeheizung des Hauses gänzlich eingestellt werden könnte.

Da aber der vorhandene luftgeführte Kaminofen aus verschiedenen Gründen nicht mehr betrieben werden soll, wird die Abnahme aus dem Fernwärmenetze definitiv größer, wodurch natürlich auch die Anschlussleistung steigen dürfte und sich automatisch die Gesamtkosten der Wärmeversorgung des Hauses drastisch erhöhen würden.

Diese Kostensteigerung soll durch den bivalent parallelen Einsatz der LWP "gedeckelt" werden.

Denn mit dem 5 kW-Monoblock wird im bivalent parallelem Betrieb die Energie aus dem Fernwärmenetz erst ab dem Bivalenzpunkt von +6 Grad Außentemperatur bedarfsgerecht (außentemperaturgeführt) zugeschaltet.

Das Gebäude, bzw. die Wärmesenke, ist ein in 1999/2000 im Norm-Außentemperaturbereich -14 Grad Celsius freistehend gebautes Einfamilienhaus mit rund 250qm beheizter Fläche und einer hausinternen wasserführenden Wärmeverteilung mit Heizkörpern und ein paar Fußbodenheizungskreisen.

Der maximale Heizleistungsbedarf, um die gewünschte thermische Behaglichkeit an mehreren zusammenhängenden kältesten trüben Tagen in den einzelnen Räumen halten zu können, ist etwa 7,x kW und die maximal erforderliche Vorlauftemperatur knapp über +35 Grad Celsius.

Die installierte Wärmepumpe nutzt bei den Abtauungen des Verdampfers per Kreisumkehr thermische Energie aus dem Hausheizkreis. Es ist keine direktelektrisch betriebene Zuheizung und auch kein Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis vorhanden.

Unterhalb von +6 Grad Celsius Außentemperatur kann zusätzlich bei Bedarf aus einem regionalen Wärmeversorgungsnetz, bivalent parallel und außentemperaturgeführt, thermische Energie ins Hausheizkreisvorlaufwasser eingeleitet werden.

Konzept / Kurzinfo

Bivalente Heizkurven.png
Ab der Heizgrenztemperatur (+16°C) ist der heizstablose Wärmepumpenmonoblock allein für die Raumtemperierung zuständig und leistet die Heizarbeit, die per Timerprogramm aus Effizienzgründen in den warmen Tagesstunden stattfindet, modulierend mit einer thermischen Leistung von etwa 1,8 bis 5,8 kW.
Die aktuell fix per Kabelfernbedienung für die Geisha justierten Parameter:
out Lo = -8
out Hi = +14
H2O Lo = +30
H2O Hi = +25
Die Parameter der Heizkennlinie dieser Wärmepumpe sind so eingestellt, dass durch die (u. a. per Smartphone von überall) bedarfsgerecht und variabel programmierbaren Sollwertverschiebungen in Kombination mit den beiden zeitlich fix justierten IH-Timern funzen, um die Heizwassertemperaturen entsprechend der Außentemperatur minimal +22 Grad und maximal +32 Grad erreichen zu lassen.


Vorheizkreis =
2 Hühnerleitern ungedrosselt, 3 FBH-Kreise in 20m² CA-Estrich ungedrosselt,
9 Plattenheizkörper hydraulisch abgeglichen.
Nachheizkreis =
6 FBH-Kreise in 90m²-CA-Estrich ungedrosselt.

Da der 5kW-Monoblock die Heizlast des Gebäudes nicht alleine stemmen kann, aber die Heizkosten mit der Wärmepumpe im Mittel etwa 0,09€/kWhth günstiger als die Fernwärme sind, fungiert die Panasonic WH-MDC05f3e5 in dieser bivalenten Anlage auch unter +6°C AT parallel zum FW-Energieeintrag.

Hydraulisch gesehen ist der Monoblock in Reihe als "Rücklaufanhebung" des Hausheizkreises vorm Plattenwärmetauscher des Fernwärmenetzes integriert.

Das Motordurchgangsventil im Rücklauf des Primärkreises (Fernwärmenetz) wird per außentemperaturgeführtem Regler betätigt, dessen Vorlauftemperaturfernfühler am Hausheizkreisvorlauf installiert ist. Der zusätzliche thermische Energieeintrag ist daher sehr bedarfsgerecht gesteuert.

Die mit der IH jederzeit von überall (z.b. per Smartphone) variabel anpassbaren Sollwertverschiebungen
In der Heizperiodenübergangszeit ist zeitweise auch eine komplette Nachtabschaltung aktiviert.
Die Anzeige der Temperatur bei "Wassertank" (rot eingekreist) ist übrigens in doppelter Hinsicht nicht korrekt!
Denn dieser um 2 Kelvin zu hoch angezeigte Wert wird durch den am Heizkreisvorlauf hinter dem Kondensator im Monoblock befestigten Temperaturfühler "gemeldet".

Heizlast und Wärmebedarf

Für unser in 1999 bis 2000 gebautes Haus, welches auf 3 Etagen ca. 250 qm beheizte Wohnfläche hat und freistehend ist, sind je nach klimatischen Bedingungen (Norm-Außentemperatur -14°C), natürlich abhängig von den solaren Gewinnen, die von außen durch die Südverglasung eingetragen werden, sowie zudem der durch elektrische Verbraucher und Personen eingebrachten inneren Wärmegewinne, dann letztendlich mit den Wärmeerzeugern so etwa 15±3 MWh Wärmeeintrag pro Heizjahr für die gewünschte Raumtemperierung erforderlich.

Genauere Angaben zum Jahresheizwärmebedarf werden nun seit 2014 schriftlich hier fixiert: Energiedatenauswertung

Warmwasserbereitung

Zentrale WW-Bereitung - Vollelektronischer 27 kW Durchlauferhitzer im Küchenschrank

Die WW-Bereitung ist schon seit Bezug des Hauses von der Raumbeheizung entkoppelt, weil nur ein verhältnismäßig geringer und zudem sehr unregelmäßiger Bedarf besteht. (Handabwasch von "Großgeschirr" ... für zwei Personen die tägliche Dusche ... ab und zu ein Wannenbad)

Ein vollelektronischer 27 kW Durchlauferhitzer ist dafür, ziemlich zentral am Warmwasserverteilungsnetz, im Unterschrank der Küchenspüle im EG platziert, mit dem die gesamte WW-Bereitung hygienisch Einwandfrei und zugleich immer bedarfsgerecht erfolgt.

Bei Normalbetrieb reichen +42 °C Austrittstemperatur und die Leistung des DLE's dabei auch für die zeitgleiche Nutzung der beiden Duschen in KG und DG, derer Thermostatarmaturen jeweils ca. sieben WW-Rohleitungsmeter vom "(de)zentralen" Montageort des WW-Bereiters entfernt sind.

Für einen Abwasch von Pfannen oder Töpfen in der Küchenspüle wäre die Temperatur am Drehregler des DLE´s spielend leicht bis auf +60 Grad hochzuregeln ... aber +46°C sind meist völlig ausreichend. Zudem ist durch die Platzierung im Spülenunterschrank das warme Wasser innerhalb weniger Sekunden an der Armartur.

Seit 1999 vorhandene Verrohrung der Warmwasserverteilung ... ohne die ehemalige jetzt stillgelegte Zirkulationsleitung

Um die Badewanne füllen zu können, sollte die Auslasstemperatur des DLE's vorher auf +47 bis +48°C hochgegestellt werden. Denn bei der "Normaltemperatur" von nur +42°C dauert es sonst entsprechend länger, bis die Wanne über die etwa 4 Rohrleitungsmeter vom DLE entfernte Armatur gefüllt ist.

Je nach Wassereintrittstemperatur (kann im Sommer bis zu +20°C sein) heizt der DLE zum Teil nicht einmal mit 50% Leistung (ca. 13,5 KW) um die jeweilige Wunschtemperatur zu erreichen ... der Wasserdruck / die Wasserdurchflussmenge steht dabei der Kaltwasserseite in nichts nach.

Pro Jahr benötigt diese Art der WW-Bereitung hier im Schnitt 950±50 kWh des 100% Co2-freien Wasserstroms.

Nachtrag (23.10.2016): Die Soll-Temperatur am DLH ist seit etwa Mitte März aus Bequemlichkeit auf +48°C fixiert ... hatte einfach keine Lust mehr zum Umstellen des DLH's immer wieder in den Schrank zu kriechen! Mit dieser Einstellung ist nach bisherigen Messungen kein höherer Stromverbrauch zu erkennen ... mit den Thermostatarmaturen ist's beim Duschen zudem sehr Komfortabel ... beim Abwasch im Küchenspülbecken ist der WAF nur 1x dunkelrot gewesen ... die Hände ebenfalls! .>)

In 2017 war abzüglich des Bedarfs für die Raumtemperierung, aber inklusive direktelektrischer Trinkwassererwärmung hier im 2-Personen-Haushalt, übrigens ein Strombedarf von 2492 kWh gegeben: mehr dazu hier <--

Stromaufnahme des Gesamtsystems

Verlauf der Stromaufnahme des Gesamtstromzählers an einem Tag mit Betrieb der Geisha von etwa 16 bis 19 Uhr bei um +10 Grad Außentemperatur. In der Zeit von ca. 17 bis 19 Uhr war zusätzlich auch noch die Geschirrspülmaschine aktiv. Zwischen 10 und 11 Uhr zwei Duschgänge mit dem vollelektronischen 27 kW Durchlauferhitzer.
Als durchschnittliche Strombedarfsmenge (Grundlast) sind bei Abwesenheit aller Bewohner etwa 1,9 kWh ermittelt worden.

"Hydraulische" Besonderheiten

Die maximalen Heizwassertemperaturen im Hausheizkreis sind ... in den rot gezeichneten Leitungen +35°C ... in den orangen Leitungen +32°C ... in den hellblau Leitungen +30°C

Die seit Neubau in 1999 vorhandenen Heizkreise sind im Oktober 2014 in eine etwas spezielle "Reihenschaltung" umgebaut worden, um die neu installierte Wärmepumpe möglichst effizient betreiben zu können.

Alle Einzelheizkreise werden seit 2014 "ohne eigene Regelung" betrieben.

An den Heizkörpern ist kein Thermostat verbaut und die Fußbodenheizungskreise sind zudem ohne Einzelraumreglung.

Die Temperaturstabilisierung in den Räumen funktioniert einzig durch die feinjustierte Vorlauftemperaturkennlinie (max. +35°C Vorlauftemperatur an mehreren zusammenhängenden kältesten Tagen) in Kombination mit dem thermischen Abgleich (Erklärung TA) des Gesamtsystems.

Beispielsweise am Typ22 Heizkörper im Schlafzimmer, welcher wie alle anderen Einzelheizkreise konsequent ohne Thermostat betrieben wird, ist die kleinstmögliche Wasserdurchsatzmenge am voreinstellbaren Ventileinsatz justiert. Damit ist bisher immer ausreichender und nie zu viel Wärmeeintrag in diesem Raum gewesen.

Ehrlicherweise muss aber gesagt sein, dass es hier in allen Räumen (außer dem Einraumwohnbereich im Erdgeschoss) kaum Fremdwärmeeintrag durch die Sonne gibt, zudem sich kaum weitere Personen außer mir und meiner Frau im Haus aufhalten ... abgesehen vom Hund, sowie dem Herd bzw. Backofen beim Kochen oder Backen, gibt's keine zusätzlichen "Wärmeerzeuger".

Zudem sind die meisten Innentüren im Haus (außer der beiden im EG und der Wohnungseingangstür im Keller) eigentlich selten / so gut wie nie komplett geschlossen.

Das Ganze ist also nicht nur von der wasserführenden Wärmeverteilung abhängig ... die gesamte Wohnsituation muss bedacht / betrachtet werden.



Die Geisha-HEP

HEP-lowenergy.jpg

Bei Standbybetrieb (Schnüffelmode oder Heizen nur mit Fernwärmenetz) sind mit Stufe 2 (von 7) bei einer Stromaufnahme von ca. 27 Watt (inkl. der elektr. Steuerung des Gesamtsystems) ausschließlich mit der im Monoblock verbauten HE-Umwälzpumpe pro Stunde etwa 880 Liter Heizkreiswasser pro Stunde in der Gesamthydraulik der Wärmeverteilung im Umlauf.

Im Geisha-Heizbetrieb zirkulieren mit der HEP auf Stufe 2 knapp 1000 Liter pro Stunde und während der mehrminütigen bedarfsgerechten Abtaubetriebe des Verdampfers sind mindestens 0,42 Liter Heizkreiswasser pro Sekunde im System unterwegs.

Weitere Erkenntnisse (in 2018) hier mal zusammengeschrieben.


Hep.png
Zu weiteren Informationen vom Hersteller Panasonic: ... geht's hier per Link

Vorheizkreis

Die insgesamt Elf thermostatlos Betriebenen Heizkörper (1x Typ11, 7x Typ22, 1x Typ33 mit Volumenstromabgleich + zwei ungedrosselte "Hühnerleitern" 175x60mm) sowie die 3 Bodenheizflächen (ungedrosselt und ungeregelt) der "Nassräume" sind hydraulisch parallel an zwei Heizkreisverteilern (KG + DG) angebunden.

Dieser Gesamtsystemteil wird im Vorlauf mit maximal +35°C und minimal +25°C gefahren ... der Gesamtrücklauf dieses Vorheizkreises hat dann maximal 3 Kelvin geringere Heizwassertemperaturen.

Der Wärmepumpenvorlauf zirkuliert mit maximal +32°C im Heizungsraum durch den Plattenwärmetauscher der Übergabestation und wird per witterungsgeführt geregeltem Energieeintrag aus dem Fernwärmenetz bedarfsgerecht auf erforderliches Temperaturniveau gehoben.

Nachheizkreis

Rund 90 qm Fußbodenheizungsfläche ... 6 ungedrosselte Kreise unterschiedlicher Länge Pe-Rohr 17x2mm des Wohnbereichs im Erdgeschoss ... sind dem "Vorheizkreis" nachgeschaltet, um die Rücklauftemperatur aus dem Gesamtsystem zur Wärmepumpe kontinuierlich möglichst gering halten zu können und natürlich für die regelmäßigen Abtauungen bei bestimmten klimatischen Bedingungen ausreichend thermische Energie zum Entzug vorhalten zu können.

Diese wasserführende Wärmeaustauschfläche wird auch an kältesten Tagen aus dem Rücklauf des Vorheizkreises nur mit maximal +32°C warmem Heizkreiswasser am 6-fach Vorlaufverteiler bedient um die vom WAF gewünschte Behaglichkeit im EG zu halten.

Ab Mai 2017 sind nun auch noch im ~36m² Wohnbereich u. a. mit neuem Oberbelag optimalere Bedingungen geschaffen worden!

Speichermasse wasserführende Wärmeaustauschflächen

Der die Heizkreisrohre umschließende CA-Fliesestrich ist im Schnitt 70mm stark und wurde direkt auf den im gesamten Haus verlegten 40mm starken beidseitig alukaschierten PUR-Platten eingebaut.

ΔT in der Gesamtheizkreishydraulik

Durch die Überströmvorrichtungen an den 11 Plattenheizkörpern im Vorheizkreis funktioniert die Gesamthydraulik mit der nachgeschalteten 90 m² FBH sehr gut. Die drei ungedrosselten Bodentemperierungskreise und die beiden Hühnerleitern, die ebenfalls vollen Wasserdurchsatz haben, sind ohne RTL-Ventile o. ä. an den Heizkreisverteilern angebunden. Das Vorheizkreisvorlaufwasser, welches wegen der jeweiligen Voreinstellung nicht durch den Heizkörper fließt, strömt zudem direkt weiter in den Rücklauf vom Vorheizkreis und ist damit wiederum der Vorlauf für den Nachheizkreis (6 ungedrosselte FbH-Kreise im EG).

Heizkreistemperaturen.jpg


Dadurch ist der FBH-Vorlauf konsequent um mindestens 2 Kelvin kühler als die Vorlauftemperatur die direkt von der bivalenten Wärmeerzeugung in den Heizkörperkreis im Umlauf ist ... siehe Thermometer des Gesamtheizkreises (Außentemperatur +2±2°C) im Bild:


Aus dem Heizungsraum geht der Vorlauf von der Wärmeerzeugung zum Vorheizkreis in Keller- sowie Dachgeschoss ->

   Unteres Thermometer (ca. +32 Grad)

Rücklauf vom Vorheizkreis wird im Heizungsraum wieder zum Vorlauf für die 6 Kreise der Fußbodenheizung im 90 qm Erdgeschoss ->

   Mittleres Thermometer (ca. +30 Grad)

Rücklauf vom Nachheizkreis geht nun direkt zur Wärmepumpe ->

   Oberes Thermometer (ca. +28 Grad)

Mit dieser hydraulischen Reihenschaltung sind die gewünschten Raumtemperaturen bei konsequenter Beheizung des Hauses auch bei mehreren aufeinanderfolgenden kälteren Tagen sehr gut.

Nach drei Tagen bei -9±3 Grad war z.b. am Morgen des 19. Januars 2016 bei -16 Grad die Vorlauftemperatur mit ziemlich genau +35°C ... die Rücklauftemperatur aus dem Heizkörperkreis als Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung +32°C und die Rücklauftemperatur aus der Fußbodenheizung mit +30°C bei 960 l/h in der Wärmeverteilung ausreichend, um z.b. im Bad im Dachgeschoss die +22 Grad sowie im Wohnzimmer die +21 Grad durchgehend zu halten.

Um das gewünschte Temperaturniveau der Räume während der "Übergangszeit" zu halten, sind ab +15 Grad (Heizgrenze) Außentemperatur nur maximal +24°C (EG-FbH ca. +22°C) Vorlauftemperatur ausreichend.

Effizienz des bivalenten 5 kW Pana-Monoblocks

Mit den hier vor Ort in der Praxis ermittelten Arbeitszahlen (AZ) und durch die vom Wärmezähler (WZ) angezeigte Leistung der kleinen LWP, bin ich absolut überzeugt, daß die Entscheidung zum Erwerb dieser kleinen und recht günstigen Heizmaschine eine meiner besten "Ideen" war ... Dank nochmal an PVmitWP für die vielen Tipps ...  :-)

Der Pana Monoblock fungiert neben dem Fernwärmenetz als zweiter Wärmeerzeuger. Darum ist eine "elektrische" Zuheizung mit dem integrierten E-Heizstab garnicht erforderlich. Die beiden elektrischen Verbindungsleitungen zwischen der Pana-Steuerung im Monoblock und dem internen 3 kW Heater sind daher getrennt. Zudem ist keine Zuleitung für den zweiten Stromport (Power Supply 2) erforderlich. Die Wärmepumpe leistet den Heizbetrieb zwischen +16 und -20 Grad Außentemperatur ausschließlich per Verdichter mit dem Kältekreis, wodurch die maximale Stromaufnahme, bei höchstens erforderlicher Vorlauftemperatur von +35°C, wohl kaum über 2000 Watt steigen wird.

Durch den leistungsgeregelten Verdichter im Kältekreis und mit der automatischen Drehzahlsteuerung des Verdampferlüfters, kann der kleine modulierende Monoblock mit einem sehr hoher Effizienzgrad arbeiten. Da die Vorlauftemperaturen im System relativ gering gehalten werden können, leistet die Wärmepumpe hier schon bei Außentemperaturen über +5 Grad eine Arbeitszahl von etwa 5 und steigert diese bis zur Heizgrenze von +16 Grad weiter. Ab ca. +12 Grad im Außenbereich ist schon eine Arbeitszahl von knapp 7 ermittelt.

Heizleistung der WH-MDC05F3E5

Die von Panasonic angegebenen Leistungskennwerte erreicht der kleine 5 kW Monoblock bei mir definitiv ... per WMZ sind mehrfach bis 5,8 kW thermische Verdichterleistung ermittelt worden.

Diese Leistung hat die Pana erreicht, obwohl die für die WP-Technik eigentlich nicht unbedingt taugliche hausinterne Hydraulik nur ein Volumenstrom von etwa 830 Liter/Stunde im Heizkreis möglich / nötig war. Zum Zeitpunkt der Messung war die internene Umwälzpumpe (UWP) der Pana zudem "nur" auf Leistungsstufe 2 (von 7) programmiert.

COP bei +12°C Außentemperatur

Collage der Pana-Stromaufnahme am 13.11.2014

Kurz nach dem Beginn des Heiztaktes um 14:00 Uhr am 13. November 2014 ist der ermittelte COP nur ganz knapp unter 7 ... die Pana ist also in der Übergangszeit der Heizperiode dem Fernwärmenetz bzgl. des Umweltschutzes definitiv überlegen.

COP bei +9°C Außentemperatur

Collage der Pana-Stromaufnahme vom 12.01. bis zum 13.01.2015

Mitten in der Heizperiode ... im Januar ... der COP sowie die Tagesarbeitszahl größer 5 mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe!!! Da bedarf es keiner weiteren Worte .<)

AZ bei +2°C Außentemperatur

Collage der Pana-Stromaufnahme am 29.11.2014

Bei den beschriebenen Bedingungen benötigte die sehr effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe darum auch z.b. bei einer Außentemperatur von +2 Grad, am 29.11.2014 innerhalb von 6 Stunden "nur" 6,7 kWh Strom, um damit genau 30 kWh thermisch mit einer AZ von 4,48 ins Haus "zu pumpen".

AZ bei 0 Grad Außentemperatur

Collage der Pana-Stromaufnahme am 03.02.2015

Während der Nachtabsenkungsphase arbeitet die vollmodulierende Luft-Wasser-Wärmepumpe mit den geänderten Parametern (Siehe dazu auch hier) trotz geringer Spreizung von nur 2 Kelvin mit einer Arbeitszahl von 4,27.

COP bei -8°C Außentemperatur

Collage der Pana-Stromaufnahme am 28.12.2014

Auch wenn die Pana bis zum Ende des Jahres eigentlich ruhen sollte, damit die geforderte Wärmemenge des Abnahmezwangs zu erreichen ist, waren die Minus 8 Grad Anreiz genug um mal eine Testfahrt zu machen. .<)

Die ermittelte Momentan-Arbeitszahl am Morgen des 28. Dezembers ist nicht von virtuellen Abtaugewinnen beeinflußt ... zudem enthält diese AZ von 3,27 die Stromaufnahmen aller Bauteile im gesamten Heizsystem!

Also nutzt die kleine japanische Maschine, bei der relativ geringen Lufttemperatur von -8°C, einen beachtlich großen Energieanteil der insgesamt ermittelten Heizleistung von 4,5 kW aus der Umgebung.

Arbeitszahl-Gesamt im Jahr der Inbetriebnahme

Collage der Pana-Arbeitszahl bis 31.12.2014
Positiver Nebeneffekt des umweltschonenden Heizens mit dem 5 kW Luft-Wasser-Monoblock ist, daß mit der AZ 4,6 und dem aktuellen Preis für die Strom-kWh (26,44ct) die Wärme von der Wärmepumpe "nur" 5,7ct/kWh ... die Energie aus dem Fernwärmenetz dagegen 14ct/kWh kostet!!!

Parametrierung des bivalenten Systems

  • ... ab Mitte Januar 2016 (sekundäre Vorlauftemperaturregelung mit Motorventil im primären Rücklauf) >> Zur Seite Mark II <<

Energiedatenauswertung

Tabelle-Heizung.jpg

Die Arbeitszahlen der Anlage sind / werden zudem auch in der Wärmepumpen-Verbrauchsdatenbank eingetragen!

Bei den ermittelten Arbeitszahlen ist zu Beachten, dass in dieser Berechnung der elektrische Energiebedarf aller in der gesamten Heizungsanlage vorhandenen Verbraucher (inkl. Umwälzpumpe, thermoelektrischem Absperrventil, Digitalthermostat, etc.) enthalten ist! (Sehr gut in Dezember 2015 zu erkennen ... in diesem Monat Beheizung des Hauses fast ausschließlich aus dem Fernwärmenetz ... sehr geringe Wärmeleistung der Geisha ... geteilt durch die insgesamt benötigte elektrische Hilfsenergie ergibt miserable AZ!

Nachträgliche Änderungen

... sind auf einer separaten Seite zu finden ... <<KLICK>> .>)

SPEZIALSEITE MIT ERFAHRUNGEN IN BILD UND SCHRIFT

   Zu den anderen Referenzinstallationen <~ Link